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Time-sheet und Toilettenbesuche

Das Arbeitsgericht Köln hatte einen Fall zu entscheiden, in dem die Arbeitgeberin, eine Rechtsanwaltskanzlei, einem angestellten Anwalt wegen häufiger Toilettenbesuche das Gehalt gekürzt hatte.

Im Mai 2009 hatte die Arbeitgeberin zweieinhalb Wochen genaue Listen führen lassen und dabei festgestellt, dass der Rechtsanwalt 384 Minuten auf der Toilette verbracht hatte. Sie rechnete diese Zeit auf die elfmonatige Dauer des Arbeitsverhältnisses hoch und zog dem Arbeitnehmer hierfür rund 680 € vom Gehalt ab.

Zu Unrecht, entschied jetzt mit Urteil vom 21.1.2010 das Arbeitsgericht Köln (Az.: 6 Ca 3846/09). Der Rechtsanwalt hatte zuvor geltend gemacht, dass er während der zweieinhalb Wochen im Mai an Verdauungsstörungen gelitten habe.