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Neue e-post – mehr Risiken als Chancen

Seit dem 14. Juli 2010 bietet die Deutsche Post AG das angeblich rechts- und fälschungssichere E-Post-Verfahren an .
(www.epost.de)

Der Frankfurter Anwaltsverein e.V. teilt die von Juristen des Deutschen Anwaltsvereins und der Bundesrechtsanwaltskammer erhobenen Bedenken, hinsichtlich der noch immer nicht gewährleisteten Rechtssicherheit und erheblichen Problemen beim Datenschutz. Darüber hinaus werden nach unserer Auffassung in unzulässiger Weise die Risiken elektronischer Nachrichten auf den Kunden abgewälzt. So ist der Kunde u.a. nach den allgemeinen Geschäftsbedingungen verpflichtet, mindestens einmal werktäglich den Posteingang zu kontrollieren. Zudem genießt der E-Postbrief nicht den Schutz des Briefgeheimnisses. Daher sind die derzeit angebotenen Systeme keine Postfächer für wichtige und sensible Daten.
Dieses gilt ebenfalls für das von der Bundesregierung geplante „De-Mail“-Verfahren.
Für sichere E-Mails kann man seit langem bewährte Verschlüsselungstechnik einsetzen oder für „normale“ Post bei der bewährten (händischen) Zustellung bleiben, da die elektronische Variante auch nicht billiger ist. Hinzu kommt, dass bei Ausdruck der elektronischen Mail und anschließender Zustellung derzeit keine Auslieferung am Montag erfolgt. da die Zentren für den Briefdruck sonntags nicht arbeiten.

Fazit: zu einer Benutzung der „epost“ kann derzeit nicht geraten werden.